Medizin aufs Ohr: Datenbasierte Knie-OP - wie Pheno4U® die Knieendoprothetik verändert
Shownotes
Willkommen bei Medizin aufs Ohr, dem Podcast der Aesculap Academy. Dieses Mal widmen wir uns dem Thema „Datenbasierte Knie-OP - wie Pheno4U® Level 1 die Knieendoprothetik verändert“. Die verloren gegangene Mobilität wieder herstellen, so präzise wie möglich – das leisten moderne Prothesen. Implantat-Medizin beginnt lange vor dem Eingriff und endet nicht mit der Operation. Längst geht es nicht mehr um Standardverfahren, sondern um individuelle Anpassungen von der kinematischen bis zur mechanischen Ausrichtung. Hierbei hilft die Pheno4U® Level 1 Software von B. Braun mit zusätzlichen Informationen zur individuellen Anatomie der Patientinnen und Patienten.
“Wir holen heute das maximal Mögliche aus der individuellen Rekonstruktion heraus. Früher war vor allem die Erfahrung des Operateurs entscheidend. Heute können wir dank moderner Technologien wie Robotik, Navigation und der Auswertung kinematischer Daten aus Ganglaboren viel präziser arbeiten. Dadurch verstehen wir das Knie deutlich objektiver und können Behandlungen besser auf den einzelnen Patienten abstimmen“ so Professor Björn Gunnar Ochs, Chefarzt an der Klinik für Unfallchirurgie, Handchirurgie und Orthopädie Vincentius, Konstanz, mehrfach als einer der besten Ärzte Deutschlands ausgezeichnet.
Prof. Björn Gunnar Ochs, arbeitete nach seinem Studium in Jena und Freiburg an der Uniklinik Heidelberg, absolvierte die Facharztausbildung für Orthopädie und Unfallchirurgie an der Unfallklinik Tübingen, wo er sich auf die Endoprothetik von Knie und Hüfte spezialisierte. 2016 folgte die Habilitation, seit 2019 ist er Chefarzt in Konstanz.
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Transkript anzeigen
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00:00:04: Willkommen bei Medizin aufs Ohr, dem Podcast der Escolab Academy.
00:00:08: Dieses Mal widmen wir uns dem Thema bessere Knie-OP dank Softwareunterstützung.
00:00:14: Die verloren gegangener Mobilität wiederherstellen so präzise wie möglich – das leisten moderne Prothesen Im Plantatmedizin beginnt lange vor dem Eingriff und endet nicht mit der Operation.
00:00:27: Längst geht es nicht mehr nur um Standardverfahren, sondern um individuelle Anpassungen von der kinematischen bis zur mechanischen Ausrichtung.
00:00:37: Hierbei hilft die Feno For You Level One Software von B Brown mit zusätzlichen Informationen zur individuellen Anatomie der Patientinnen und Patienten.
00:00:48: Der datengesteuerte Arbeitsablauf im OP bringt mehr Sicherheit und eine bessere Lastenverteilung.
00:00:55: Zu Gast bei Medizin aufs Ohr, Professor Björn Gunnar Ochsch, Chefarzt an der Klinik für Unfallchirurgie, Handchirurgie und Orthopädie Vincentius in Konstanz.
00:01:06: Mehrfach wurde er als einer der besten Ärzte Deutschlands ausgezeichnet.
00:01:10: Nach Studium im Jena & Freiburg arbeitete Ochsch an der Uni-Klinik Heidelberg, absolvierte die Facharztausbildung für Orthopädie und Unfallcherurgie an der Unfallklinik Tübingen wo er sich auf die Endoprothetik von Knie und Hüfte spezialisierte.
00:01:38: Dieses Mal mit Professor Gunnar Ochs als Chefarzt bei der Klinik für Unfallchirurgie, Handchirururgie und Orthopädie Vincentius im Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz.
00:01:50: Außerdem ist das natürlich das Akademische Lehrkrankenhaus der Albert Ludwig Universität in Freiburg.
00:01:57: Herzlich willkommen Prof.
00:01:58: Ochs!
00:01:58: Herzlichen Willkommen.
00:01:59: vielen Dank für die Einladung zu Gespräch.
00:02:01: Wir wollen über Knähe sprechen und was sich alles in diesem Bereich getan hat über ein namentlich neues Produkt, wo man sich wundern mag.
00:02:10: Es ist Software!
00:02:12: Darüber kann man sich natürlich wunderen aber die Aufklärung wird gleich kommen.
00:02:16: Wenn wir mal in Toto gucken wie würden Sie die Entwicklung in der Orthopädie als Operateur beim Knie in den letzten zwanzig Jahren beurteilen?
00:02:27: Ist das eine Lokomotive oder eine Bummelbahn gewesen?
00:02:31: Ich würde es eher mit einem ICE vergleichen weil wir vor allem in den letzten Jahren wirklich massive Veränderungen haben, was die Entwicklung der Strategien und die herangehensweise angeht.
00:02:43: So ich sage das jetzt einfach mal wie treffen uns nämlich in Baden-Baden nicht im Konstanz bei einem Kongress und möglicherweise aufmerksame Hörerinnen oder Hörern haben das vielleicht gehört?
00:02:54: Eine Glocke hat geleutet.
00:02:55: dass mag nochmal passieren.
00:02:57: Wir sind hier im Konkrestzentrum in BadEN-BadEN Und Professor Ochs kommt gerade aus einer Fortbildung, Weitererbildung für Nachwuchsmediziner genau in diesem Bereich.
00:03:07: Also verzeihen Sie uns bitte wenn die Glocke ab und zu läutet.
00:03:10: sie waren mitten im Redefluß.
00:03:11: wie gesagt der Entwicklung der Knienobotätik ist rasant.
00:03:14: wir haben ein ganz neues Verständnis über die letzten Jahre zum Thema Knie-Knie.
00:03:18: kinematik das heißt die Bewegungsabläufe rund ums Kniegelenk erlangen können und versuchen immer differenzierter in den letzten Jahren des jeweilige Knie des Patienten zu verstehen und in der Operation auch entsprechend zu rekonstruieren.
00:03:33: Das individuelle Knie, ich glaube das müssen wir nochmal ganz klar betonen es ist tatsächlich jedes Knie jede Knie OP ein Gesellenstück sozusagen kann man das so sagen?
00:03:44: So wie Sie sagen man muss das Knie individuell verstehen weil man weiß heute und das war man sich nicht immer bewusst dass die Knie kinematik bei jedem Patient unterschiedlich abläuft.
00:03:54: Das heißt wir haben ja verschiedene Bewegungsebenen, anders als an der Hüfte die Hüftel ist ein Kugelgelenk kann man sich biomechanisch einfach vorstellen funktioniert auch in der Rekonstruktion wirklich wie einen Kuglgelenk.
00:04:04: aber das Knie macht eine Rollkleidbewegung und dazu noch eine Rotation.
00:04:09: das heißt der Unterschenkel dreht sich um eine definierte Achse und dieses Ausmaß der Drehbewegungen und der Rollkleidebewegungs sind bei jedem Menschen unterschiedlich im Ausmaas.
00:04:19: Und dazu kommt, dass wir von Geburt an über unsere Entwicklung je nachdem, welchen Weg wir auch in der Jugend gegangen sind eine unterschiedliche Anatomie haben.
00:04:28: Die sogenannte Konstitution und diese Konstitution mit dem O-Bein oder X-Bei.
00:04:33: Wir sprechen heute vom konstitutionellen Varus oder Walgus macht natürlich auch nochmal eine ganz besondere Betrachtung erforderlich auf die wir die Operation anpassen müssen.
00:04:43: Und früher war das so, wenn Sie noch zehn, fünfzehn, zwanzig Jahre zurückschauen.
00:04:48: Hat man eine Standard-Operation über den Patienten wie eine Schablone drübergelegt?
00:04:53: Hat nach bestem Wissen und Gewissen die Operation absolviert mit klaren Parametern?
00:04:57: Da war die mechanisch gerade Beinachse des Ziels unserer Therapie.
00:05:01: Heute versuchen wir durch unser Verständnis für die individuelle Konstitution und die individuelle Knie-Kinematik, die Operation so anzupassen, dass wir das maximal mögliche der individuellen Rekonstruktion ermöglichen können.
00:05:15: Deutet sehr stark darauf hin, dass Sie für ein solches Prozedere sehr viel Daten brauchen?
00:05:22: Richtig!
00:05:22: Bislang war der Datenschatz die Erfahrung des Operateurs – natürlich ist klar wenn ein Operateur viele Tausend Knie operiert hat, hat er ein Verständnis entwickelt und im Unterbewusstsein bereits bei der Zugangspräparation Das Knie ganz differenziert verstanden, mehr oder weniger aber oft intuitiv.
00:05:42: Heute können wir durch moderne Tools wie die Robotik- oder Navigationen oder auch Kinematikdaten aus den Ganglabornen die Knie vielmehr untersuchen und uns diese Intuition in Zahl Daten und Fakten aufarbeiten.
00:05:57: Und damit verstehen wir natürlich das Knie noch mal viel objektiver, weil es nicht mehr ein Gefühl ist dass man sagt okay dieses Knie hat einen sogenannten großes Rollback zum Beispiel oder eine große Rotation.
00:06:10: Oder eine gewisse legamentäre Lachsizität sondern wir können das in Millimeter in Grad und in Verschiebungsebenen wirklich auch aufzeigen.
00:06:19: Und damit bekommen sie nochmal ein ganz anderes Verständnis für das Knie die Knie Kinematik und wie Sie auch Ihre Operation an den Patient anpassen müssen.
00:06:28: Sie sind ja nach wie vor trotz und mit allen Daten tätig in einem ja auch sehr feinen Handwerk.
00:06:37: Wie würden sie beschreiben?
00:06:39: Sie gehen jetzt in den OP mit diesem Datensatz, Sie wissen viel mehr als Sie vor zwanzig dreißig Jahren haben.
00:06:45: Wissen können prä-OP und gehen dann in den OPP, wieviel bleibt denn noch von diesem Handwerk übrig?
00:06:52: oder vollstrecken Sie nur das was das Datenblatt in sagt?
00:06:55: Ich möchte so beschreiben wenn sie heute in ein modernes Auto sitzen und Sie fahren zum Beispiel von Frankfurt nach Baden-Baden.
00:07:03: Und Sie kennen die Strecke, weil Sie
00:07:04: schon
00:07:05: oft diese Streckel gefahren sind dann würden Sie ja trotzdem auch unter heutigen Aspekten immer Ihr Navigationssystem, wenn Sie eins haben, einschalten um eben an diesem Tag bei dieser Verkehrs- und Wetterlage den besten Weg zu finden.
00:07:18: Das heißt das Fahren als solches müssen Sie bringen.
00:07:20: aber den besten weg da werden Sie unterstützt und so würde ich das beim Operieren heute auch vergleichen.
00:07:26: Das beste Datenblatt hilft Ihnen nichts, wenn Sie am Ende kein guter Handwerker sind.
00:07:30: D.h.,
00:07:31: die Skills, die Sie als Operateur brauchen und das Feingefühl fürs Gewebe des Verständnis für Werkzeug-, für Instrumente- und auch für das Implantat was sie einbauen ist die unabdingbare Voraussetzung.
00:07:43: Ich möchte eher so sagen dass der erfahrene Handwerk dadurch noch präziser und besser wird weil des Decishing Making Durch die Information, die wir zusätzlich gewinnen können heute weil wir es objektivieren können unseren Weg noch präziser macht.
00:07:59: Aber der gute Handwerker ist die unabdingbar Voraussetzung.
00:08:02: Bevor wir zur Software kommen ein Wort über die Implantate selbst.
00:08:06: ich muss dazu sagen Ich war im vergangenen Jahr in den Produktionsfallen der Eskola ab in Tuttlingen und wenn ich mir die Implantage angucke wie viel Robotik da drin steckt wie viel Exaktheit Wie würden Sie denn diesen und das reicht jetzt mehr in den Bereich des Handwerklichen rein, die Qualität beurteilen?
00:08:28: Also der Stand, den wir heute in der Implantatherstellung erreicht haben ist wirklich brillant.
00:08:34: muss man wirklich sagen.
00:08:35: Da ist in den letzten Jahren ganz viel passiert, zum einen was die Fertigung angeht, zum anderen was das Verständnis angeht und praktisch natürlich auch die Entwicklung der Implantate-Stichwort.
00:08:46: polyethylene
00:08:47: z.B.,
00:08:48: wir haben ja verschiedene Werkstoffe, die wir in der Endoprothetik einsetzen und da sind natürlich viele medizinische Metalllegierungen im Einsatz, da ist Titanen im Einsatz und auch Polythylen als wichtiger Kunststoff und allein das wird Thylene oder ich muss noch ein bisschen zurückgehen Das Polytiläne in den Siebziger, Achtziger Jahren war oft der schwächste Partner in der Geometrie.
00:09:10: Der so eine Tribologie der Endoprotesensysteme sei es Hüfte, sei es Knie und wir hatten dann oft mit dem Abrieb dieser Polytilene zu kämpfen die dann sekundär auch wenn wir irgendwann mal eine Brothese sehr gut eingebaut haben über den Abriebe das Versagen der Prothese über zehn, fünfzehn zum Teil zwanzig Jahre bewirkt haben.
00:09:29: Das hat man wahrgenommen.
00:09:30: Man hat dann die Politiläne verbessert, man hat den Vernetzungsgrad dieser Polymerketten verändert.
00:09:36: Die Vernetzung sind heute bis zu achtundneutzig Prozent und man hat es durch spezielle Verfahren zum Beispiel im Bereich der Firma Eskolab geschafft durch das Beimischen von Vitamin E in diese Polymere die Alterung d.h.
00:09:49: des Versprühen des Kunststoffes im Körper positiv zu beeinflussen.
00:09:53: Beispiel Sie stellen ihren Gartenstuhl auf die Terrasse.
00:09:56: Der Gartenstuhl steht da zehn, fünfzehn Jahre unter Sonnenlicht dann versprüdetes Kunststoff.
00:10:01: Ähnliche Prozesse passieren bei uns im Körper und durch Vitamin E bleibt es Kunststoff in einer Qualität die über viele, viele Jahre enorme Belastungszyklen aushalten kann und versprüdet und altert nicht mehr.
00:10:15: Und allein diese handwerks- liche Entwicklung des Engineering was da dahinter steckt ist beeindruckend!
00:10:19: Absolut.
00:10:21: Ich habe ein Gespräch in dieser Prokastreihe gehabt.
00:10:23: vor, ich glaube zwei Jahren war das ihr Kollege Professor Perker an der Charité in Berlin.
00:10:29: Den hab' ich dann gefragt und die frage stelle ich Ihnen jetzt auch.
00:10:32: Wenn ich mir ansieh', dass was zum Beispiel die Escolaptor macht am höchster Präzisionsqualität bei den Implantaten – ich aber auch noch eine Option habe, ein individuelles Stück herzustellen!
00:10:47: Und Perker fragte mich damals Was denken Sie denn, wie wird diese Ratio aussehen?
00:10:51: Zwischen, ich sage jetzt mal despektierlich dem Knie von der Stange und den Knie für den Hochleistungssportler, der einfach es nicht sein lassen will oder kann.
00:11:00: Wenn das braucht!
00:11:01: Was schätzen sie?
00:11:02: Was hat er geantwortet?
00:11:03: Was antworten sie?
00:11:04: Ich für mich selber.
00:11:05: Ich würde immer das hochentwickelte Standardimplantat wählen.
00:11:10: in Kenntnis weil die heutigen Implantatsysteme sind so fein abgestuft was die Größenkalibrierungen angeht Und wenn man eben weiß, was für biomechanische Untersuchungen auf den verschiedenen Implantaten laufen.
00:11:25: Auch im Hinblick auf den Formschluss und auf das Zusammenspiel zwischen der Ober-, also der Femerkomponente dem Inlayer- und dem Tibia, der ganze Formschluß und dieser biomechaanische Analyseprozess, der im Vorfeld vor einer Fertigung von Standardimplantaten erfolgt ist, können sie in dieser Qualität nicht für Einzelimplantate liefern.
00:11:45: Und daher würde ich für mich selber und meine Familie immer Ein erfahrener Operateur mit einem Standardimplantat kombinieren.
00:11:52: Und ich könnte mir vorstellen, dass Professor Perker es ähnlich beantwortet hat.
00:11:55: Exakt auf den Punkt und total nachvollziehbar!
00:11:59: Absolut!
00:12:01: Kommen wir mal zu Feno For You.
00:12:03: in der Einleitung habe ich gesagt Wir sprechen heute über Software und das ist ja nun ziemlich ungewöhnlich wo wir's zu tun haben.
00:12:10: Ja Mit einer medizinischen Disziplin die sehr stark Abdeck mit physischen Gegenständen zu tun hat.
00:12:17: Was hat die Software dazu suchen?
00:12:19: Ja, die Software – wir haben jetzt gerade ganz viel über Daten und Fakten und Objektivierbarkeit von individuellen Parametern gesprochen.
00:12:27: Und das muss natürlich alles irgendwo auch über eine Software dargestellt und entwickelt werden.
00:12:34: In dem Begriff PhenoVU steckt ja ganz viel von dem was wir eingangs angesprochen haben.
00:12:39: da steckt vor allem der Individuelle Pheno-Typ Da steckt das Anpassen der Operationstechnik an, den individuellen Pheno-Typ an die individuelle Anatomie.
00:12:50: Und die Software ist praktisch ein wichtiger Baustein sozusagen die Schnittstelle zwischen dem Operateur, dem Verständnis für das Knie, der Knie Kinematik und so zu sagen der Hardware nämlich dem Navigationsgerät.
00:13:04: Auf diesem Navigation Gerät läuft die Software, die PHENOVU Software in Bilder als Level II, Phenophore-U Level II gelouncht wird.
00:13:13: Derzeit läuft Phenophobia Level I, das heißt wir haben erstmalig mit Phenosphere Level I die Möglichkeit all des was wir gerade besprochen haben nämlich die Varus Walgus Beinachse, die Kniekanimatik über den gesamten Bewegungsbogen aber auch und es ist ganz besonders ein ganz neuer Aspekt der Objektivürbarkeit dieses sogenannte femoraler Rollback d.h.
00:13:35: die Translation tibia zur Transepikondylaren Achse-Fehmur zu objektivieren in der sogenannten Pinscarovacurve.
00:13:42: Und das Ganze nicht nur statisch, sondern dynamisch.
00:13:45: und das Verrückte ist wirklich, das sind während der Operation stattfindende zigtausend Kalkulationsprozesse die diese Software leistet.
00:13:54: Professor Grupp von Eskulapat mir das mal berichtet, es sind bis zu fünfzigtausende Rechnungsschritte, die da während einer Operation laufen
00:14:02: und
00:14:02: sozusagen wirklich real in real time die Patientendaten mit dem operativen Schritt kalkulieren und dann dem Operateur zur Verfügung stellen.
00:14:13: Und das Ganze auch auf der Grundlage von davor durchgeführten biomechanischen Simulatoruntersuchungen aus dem Ganglaborer, eben auch aus der Entwicklungsabteilung von Braun-Eskolab – auch im Zusammenspiel mit anderen wirklich großen Studienpartnern wie die ETH in Zürich oder auch in München – da bekommen wir dann wirklich biomechaanische Berechnungen!
00:14:34: Ein Punkt, der begeistert mich immer wieder wenn ich diese neue Software anwende.
00:14:38: Wenn ich jetzt eine Patient operiere und er wiegt sechzig Kilo und ich gebe das Gewicht in die Software zu Beginn ein und ich geb die individuellen Patienten Daten ein dann bekomme ich eine Information unter der Operation Wie beeinflusst meine Entscheidung für die operative Definitive Implantation des Prothesensystems Die Belastung des implantates in der jeweiligen Geometrie Achse der Ausrichtung und des Patienten Gewichtes.
00:15:08: Absolut
00:15:08: faszinierend!
00:15:09: Und wenn wir jetzt eben wieder den Schritt zurückgehen, wo wir sagen Wir wollen individuell das Knie rekonstruieren Und ich will gegebenenfalls nicht immer, wie unsere Pioniere in der Knieerneuropathetik einen mechanisch gerade Beinachse operieren.
00:15:22: Weil damals in der Enneprothetik Pionierzeit war klar sie haben ein Bein egal welcher Achse.
00:15:26: das wird immer so zugesägt dass am Ende ein gerades Bein rauskommt weil Biomechanik ist Biomechanik.
00:15:32: wir brauchen eine flächliche Belastung Wir brauchen eine physiologische Belastungen aufs Implantat und es war die höchste Priorität.
00:15:39: Heute wollen wir ja des inniduelle Knie rekonstruieren.
00:15:42: Das heißt Ich muss gegebenenfall einen Restvirus akzeptieren, weil ich die Kinematik des Kniees darunter berücksichtigen rekonstruieren möchte.
00:15:53: Das hat aber natürlich ein Einfluss, dass am Ende keine gerade Beinachse rauskommt sondern ich bringe den Patient in seine Ausgangssituation zurück.
00:16:01: das heißt wenn sie ein Leben lang mit vier Grad Walgus perfekt unterwegs waren, gehen sie auch mit vier Grad Walgus aus dem OP.
00:16:07: Faszinierend!
00:16:08: Es gibt ja überhaupt keinen Grund dafür
00:16:11: diesen bei zehn Grad zu stellen.
00:16:13: Aber das hat einen Einfluss auf die Bio-Mechanik des Endopotese-Systems und wenn jetzt die genannte Situation hundert Kilo schwer ist oder vielleicht sogar hundertvierzig Kilo Schwer dann bringen Sie im Plantat in den Grenzbereich und das können wir heute rechnen.
00:16:27: Und diese Software in der jetzigen Version Level One Fino For You kann uns in der Operation real-time zeigen.
00:16:34: Was passiert, wenn ich ein Hundertdreißig Kilo Patient operiere und das Protesensystem mit drei Grad Varus oder vier Grad Walgus einsetze?
00:16:42: Ist es noch möglich ist es noch sinnvoll oder wissen wir aus dem Simulator dass sich die Prothese biomechanisch überfordern.
00:16:48: Und wenn dieses eintritt dann muss ich als Operateur meine Operation so anpassen, dass ich die Prothese aus dieser Grauzonebelastung rausführe meine Strategie so anwenden, dass ich wieder mehr in Richtung gerade Beinachse operiere und implantiere um in der Gesamtschau die Haltbarkeit und die Langlebigkeit des Brotesensystems auch zu ermöglichen.
00:17:11: Und das ist gigantisch!
00:17:12: Das hatten wir nie in dieser Art und Weise, dass wir ein Verständnis für die Biomechanik, das Patientengewicht und die dynamischen Aspekte des Kniegelänkes hatten.
00:17:21: Nehmen Sie uns nochmal ganz kurz mit in den OP-Virtuell.
00:17:25: Denn so ganz vorstellen kann ich es mir noch nicht.
00:17:29: Expertise von einigen tausend Knien, nehme ich mal an.
00:17:33: Mittlerweile sind es sicher sechs bis achttausend Knie, die ich selber operiert habe.
00:17:36: Genau
00:17:37: und wissen eigentlich alles über die Materie?
00:17:39: Dann haben Sie zusätzlich diesen Software-Co-Piloten.
00:17:43: wie ist die OP... Nimm sie uns mal mit!
00:17:46: Wie kriegen Sie das in Einklang?
00:17:48: Sie haben ja nur zwei Hände und nur zwei Augen.
00:17:50: Ja, das ist eine wirklich wunderbare Frage.
00:17:53: Aber ich glaube wir müssen bevor wir in den OP gehen noch einen Schritt zurückgehen.
00:17:56: Wir müssen in die Sprechstunde gehen.
00:17:58: und wollen Sie den Patienten zum ersten Mal sehen.
00:18:01: Sie schauen sich dem Patient an.
00:18:02: Der Patient wird immer komplett entkleidet untersucht.
00:18:05: Sie bekommen ein Gefühl wie steuert er seine Motorik an?
00:18:08: Wie stellt er seine Beinachse?
00:18:10: Wie steuer der sein Knie an?
00:18:12: Ich habe auch schon Patienten gehabt mit denen bin ich ins Treppenhaus umzuschauen.
00:18:17: Belasten die ihre Extremitäten, wie steuern da die Muskulatur an?
00:18:20: Gerade wenn sie Patienten haben, die in der Kindheit zum Beispiel Patella-Luxationen hatten und Ähnliches.
00:18:25: Die haben oft ein völlig unphysiologisches Gangbild oder einen ungewöhnlichen Patellalauf.
00:18:30: Und wenn Sie dann hat... Damit haben Sie das erste Verständnis für den Patient.
00:18:34: Dann schauen Sie Ihnen sicher an, wie ist der Bewegungsradius?
00:18:36: Wie ist die Bandführung des Kniegelenkens?
00:18:39: Ist es eine Fehlstellung, die Sie noch retrassieren also in den Ausgraden können oder nicht?
00:18:44: Dann machen Sie die Bildgebungen!
00:18:45: Da machen sie Standardaufnahmen und da brauchen Sie eine sehr gute Röntgenabteilung, die Ihnen exakte Bilder liefert.
00:18:50: Und denen Sie dann auch messen können.
00:18:52: Wenn Sie da nicht sauber positionierte Röentgenbilder haben, haben Sie schon den ersten Messfehler.
00:18:58: Jetzt ist es die Herausforderung bevor Sie in den OP gehen das klinische Untersuchungsbild, die Röhngebildanalyse durchzuführen und das Ganze als Basisdatensatz.
00:19:08: zukünftig wollen wir darauf hinaus mit den gemeinsamen und wissenschaftliche Bestrebungen auch noch mit einem GateLab die Kinematik zu objektivieren.
00:19:17: Und dann als nächsten Schritt in die OP mit einfließen zu lassen, aber das braucht nur ein wenig.
00:19:21: Aber es wird der nächste Schritt der Zukunft!
00:19:24: Wenn Sie diese Information haben, gehen sie in den OP.
00:19:26: Dann geben Sie all diese Daten, die Sie erhoben haben im Computer ein.
00:19:30: Das ist Ihr Start Setting.
00:19:32: Das heißt, sie geben die Röntgenparameter ein.
00:19:35: Sie geben die Gewichtsparamete ein und welche Seite sie operieren und welches Implantat sie setzen möchten.
00:19:41: Und dann fangen sie mit der Operation an!
00:19:43: Dann kommt intravertiv die nochmalige Abgleich der Patienten-Parameter durch die Untersuchung mit ihrem Navigationssystem.
00:19:54: Und das Tolle ist es ist ein bildfreies Navigation-System.
00:19:56: D.h.,
00:19:57: sie bewegen das Knie durch und machen eine intravertive Analyse der Bewegungsparameter, Hüfte und Kniegelenk im Sinne von Bewegungsamplitude.
00:20:09: Und gleichzeitig wird als nochmaliger Abgleich des Datensatzes mit einem Pointer also im Prinzip mit einer Art Stift definierte Landmarken abgegriffen und dann werden die Landmarke und die Bewegungsdaten im Computersystem übereinander gelegt und daraus entsteht das virtuelle Modell ihres Kniegelenkes was sie jetzt operieren.
00:20:30: Und wenn Sie diese Daten im System erhoben haben, haben sie gleichzeitig auch die Validierung Ihrer prioritiven Planungsdaten.
00:20:37: Wenn das übereinander stimmt dann geht die Operation als solches weiter und Sie führen dann noch praktisch die Objektivierung der Stresstestung von den Bandstrukturen durch und können dann die OP digital durchplanen.
00:20:52: Das ist für mich ein ganz wichtiger Punkt, warum ich überzeugter Navigationsanwender bin.
00:20:56: Ich habe nämlich die Möglichkeit nachdem ich alle Parameter durchgespielt habe.
00:21:00: Ich das Knie eingemessen habe, die Operation digital zu Ende zu führen und erst wenn der digitale Plan steht nehme ich die Säge in den Hand und präpariere die Tibia und den Femur.
00:21:12: Und wenn ich merke es lässt sich nicht lösen weil zum Beispiel die Geometrie die ich bräuchte nicht zum Implantat oder zur Patientenknochengröße oder ähnliches passt kann ich nochmal digital eher auf der Software zurückgehen einen neuen OP-Plan aufstellen und erst den wenn der passt chirurgisch umsetzen Und damit haben Sie die maximale Sicherheit für Ihren Patienten.
00:21:32: Das ist auch der Grund, warum ich immer sagen würde das Standardimplantat mit der perfekten Software ist höherwertig als ein Individualknie.
00:21:40: weil bei einem Individualknee das Knie einbauen muss wie es vom Ingenieur kommt Und da hab ich's nicht selber geplant.
00:21:47: Das plant mir ein Ingenieur, der vielleicht über eine guten Datenleitung in die Indien sitzt und nichts gegen die Kollegen in Indien hat.
00:21:53: Ich habe keinen Einfluss auf den Entscheidungsprozess und kann die OP nicht an die individuelle Situation anpassen.
00:21:58: Das heißt ...
00:21:59: Dann ploppt noch mal ein anderer Parameter auf?
00:22:02: Korrekt!
00:22:02: Und plötzlich ...
00:22:03: Ich hasse das nicht!
00:22:04: Ich habe keinem Plan B. Für mich hat eine gute OP immer einen Plan A und wenn es schwierig wird auch einen Plan C.
00:22:11: Auf welcher Softwarebasis werden wir das, vielleicht Rollout-Fünf Punkt Null oder so in zehn Jahren den OP Roboter komplett füttern und der Arzt kann zu Hause bleiben?
00:22:22: Dass der Arz zuhause bleibt, das wird nicht kommen.
00:22:25: Da bin ich mir hundertprozent sicher auch mit aller KI und VR was es alles gibt.
00:22:30: Der Arzt wird nicht Zuhause bleiben.
00:22:32: Ich glaube Es wird immer so sein dass die Software und Navigations und auch möglicherweise die Robottersysteme Assistenzsysteme bleiben werden, weil das Zusammenführen und das Anwenden und Umsetzen des erarbeiteten Wissens oder des individuellen Kniegelenkens muss der Chirurg dann am Ende entscheiden.
00:22:54: Hat die Patientenschaft eigentlich was von Fino for You selber?
00:22:58: Also ich stelle mir vor, Patientenschaft heutzutage ist ja auch, hat sie hier auch... fortentwickelt, also stichwort selbstdiagnose.
00:23:06: ich google jede erdenkliche Krankheit und das Knie gehört natürlich auch dazu.
00:23:12: Und da die Spreu vom Weizen zu trennen was ist eine Fehlinformation?
00:23:16: Was ist akkurat?
00:23:17: tatsächlich wäre natürlich wahnsinnig hilfreich.
00:23:20: Also wäre ja eigentlich denkbar für den Patienten auch zu machen.
00:23:24: Ein Prinzip so einer abgespeckte Welt oder eine Version, die dann verständlich ist für die Patientenschaft auf der einen Seite und sie durchgeleitet durch den Prozess sozusagen.
00:23:35: Präoperativ bis postoperativ?
00:23:38: Gut es gibt natürlich wenn Sie mit Patienten arbeiten eigentlich sagen wir mal drei Patientengruppen.
00:23:46: Die größte Patientengruppe geht mitten im Problem zum behandelten Arzt wird beraten und das was man dem Patienten vorstellt wird akzeptiert.
00:23:55: Dann gibt es die Patientengruppe, die sich gerne informiert.
00:23:59: Die wie Sie sagen auch Dr.
00:24:00: Google befragt und damit mit einer Vorinformation kommt oft auch mit einer Fehlinformation kommt.
00:24:05: da brauchen sie sehr viel Aufklärungsarbeit, die aber natürlich schon in Ihr Thema eingelesen haben.
00:24:12: Und mit den Patienten müssen sie sehr differenziert arbeiten weil die wollen wissen Arbeiten Sie mit Robotik, arbeiten Sie mit Navigation.
00:24:19: Und wenn sie kein Roboter stehen haben, warum nehmen Sie keinen Roboter?
00:24:23: Solche Fragen kommen dann in der Sprechstunde.
00:24:25: Manche Patienten schreiben im Vorfeld zur Sprechenstunde erst mal eine E-Mail.
00:24:30: Ich würde mich gerne bei Ihnen in Konstanz behandeln lassen.
00:24:33: Haben Sie überhaupt Zertifikate vorzuweisen!
00:24:35: Auch solche Fragen kommen heute.
00:24:39: Bevor Sie sich vorstellen, wie wir uns der Standardablauf ausschaut
00:24:43: usw.,
00:24:43: also heißt die Informations ... Flut, die heute die Patienten erhalten ist signifikant höher als noch vor vielen Jahren.
00:24:50: Verständlich!
00:24:51: Und dann gibt es die dritte Gruppe an Patienten, die fahren... So wie meine Schwiegermutter zum Beispiel für ein Stück gutes Käse ins Allgäufer führt, für eine gute Operation in ein gewisses Krankenhaus.
00:25:00: Weil sie so vorab informiert sind und wie Sie sagen für ein spezielles Knie-System oder aus Überzeugung für einen Roboter in ein Gewisses Krankenhaus geben.
00:25:10: Und mit dieser unterschiedlichen Kundschaft, Patientenschaft – mit der müssen Sie arbeiten!
00:25:15: Da müssen Sie jeden Patienten dort abholen wo es sich befindet.
00:25:22: dem Patient darstellen können, wie individuell sie versuchen sein Problem zu lösen.
00:25:26: Und darum sind wir auch im Gespräch ob es für genau diese komplexe Patiententhematik einfach aufbereitete Informationsmaterialen für den Patienten gibt weil Sie merken jetzt in unserem Gespräch die Thematik ist relativ komplex.
00:25:38: das versteht man auch als patient nicht so zwangsläufig sofort.
00:25:43: Das heißt, man muss wirklich gut eingeführt sein.
00:25:45: Und da hoffe ich, dass wir in Zukunft vielleicht mit einer kleinen QR-basierten App oder einem Video den Patienten Möglichkeiten zur Verfügung stellen lassen und das erst mal versteht auf welchem Level arbeiten wir?
00:25:57: Was bieten wir an und was ist heute unser
00:25:59: Ansatz?".
00:26:00: Medizin aus Ohr ist ja eine Veranstaltung der Eskolab-Akademie und die Eskolabe Akademie widmet sich natürlich der Weiterbildung.
00:26:06: Das machen Sie hier in Baden-Baden im Moment, wo wir gerade sitzen.
00:26:10: Sie sind ja ein Ausbildungskrankhaushaus.
00:26:13: wie gucken sie in den nähere Zukunft was Nachwuchs angeht?
00:26:18: Was die Unwegbarkeiten in der Gesundheitspolitik, im Gesundheitssektor insgesamt angeht Besonderen natürlich diese wirklich spektakulären Entwicklungen gibt im Moment.
00:26:32: Also wie bilden Sie Ihre Leute weiter, die Nachwuchsmedizinerinnen und Mediziner?
00:26:38: Ja
00:26:39: das ist wirklich eine ganz ganz schwierige Frage und es ist auch eine Herausforderung, die ich ja als Chefarzt wirklich im Alltag habe und wo ich auch noch keine ganz perfekte Antwort habe, wie ich in Zukunft damit umgehen kann um eben auf der einen Seite die Möglichkeit, die wir heute in der Medizin haben.
00:26:56: Stichwort, individualisierte Kniederprothetik.
00:26:59: An der anderen Seite auf den anderen Seite der enorme Erwartungsdruck der Patientenschaft.
00:27:04: Auf der anderen seite eine enorme Leistungsverdichtung und Kostendruck stichwort Diachiewesen Implantatkosten, die unweigerlich durch die ganze weltbedingten Risiko- und Krisensituationen, in denen wir uns befinden immer teurer werden dann den Druck der Geschäftsführung unter einen Hut zu bekommen.
00:27:23: Dazu noch die politischen Entwicklungen wie Krankenhaus-Zukunftsgesetz mit Leistungsgruppen, wo sie in Zukunft noch derzeit für Baden-Württemberg nicht wissen welchen Bereich sie zukünftig medizinisch bearbeiten bespielen dürfen, wo ihre jungen Ärztinnen und Ärzte vielleicht zukünftig um eine gute Ausbildung zu bekommen, mehrere Häuser absolvieren müssen und nicht mehr wie bisher in einem Haus, was in dem großen Haus – wie wir es auch in Konstanz sind mit derzeit völlig umfassender Weiterbildungsermächtigungen.
00:27:52: Ob wir das noch haben?
00:27:53: Weiß ich nicht!
00:27:55: Was mir aber im Bereich Endoprothetik für die Aus- und Weiterbildung hilft ist natürlich ein strukturiertes Herangehen.
00:28:00: Das ist vielschichtig.
00:28:02: Das eine ist dass wir die jungen Kollegen einfach mit in unseren Alltag integrieren.
00:28:07: Und man muss einfach sagen, wenn Sie heute als junge Arzt, jungen Ärztin von der Uni kommen die ersten drei Jahre sind sie im Prinzip eher ein Invest des Arbeitgebers weil sie müssen ausgebildet werden.
00:28:17: bis sie da was zurückgeben können brauchen sie mindestens drei Jahre und in diesen drei Jahren sind sie sozusagen mit Augen und Ohren offen mit dabei im OP bei den Einführungen, den Informationsveranstaltungen bei den Produktschulungen die wir regelmäßig durchführen auch von seitens der Hersteller in dem Fall vom Brauneskolab über unsere Prothesensysteme.
00:28:37: Dann natürlich das Angebot auch nach außen zu gehen Stichwort Escolapium mit der Escolab Academy als wichtiger Partner.
00:28:45: Dann natürlich so Sachen wie die Fortbildungsveranstaltung von der Arbeitsgemeinschaft Endoprothetik, wo wir jetzt gerade zum Beispiel sind, Basis Kompaktkus hier in Baden-Baden.
00:28:53: Das alles sind Einzelbausteine, die man in der Gesamtschau betrachten muss damit ein junger Mensch am Ende ein guter Arzt und einen spezialisierter Endoprotätiker wird.
00:29:02: Und ein spezieller Baustein in diesem Ausbildungskonzept hilft auch hier wieder die Navigation weil Natürlich, wenn Sie jetzt ein pfiffiger Assistenzarzt sind oder Assistenzärzt sind und Sie begleiten die Operation.
00:29:15: Sie können die Operation durch die Zahl Daten Fakten, die sie während der Operation bekommen auch wenn Sie die Operation nicht selber durchführen überprüfen wahrnehmen und ein Verständnis entwickeln wie ich es in meiner Ausbildungszeit noch nicht hatte.
00:29:29: Ich habe meinem Operateur, meinem Schiffarzt Hunderte von Knie ins meine Privatassistentenzeit assistiert Und ich habe nie genau verstanden, warum er jetzt an der Stelle noch ein Stückchen Knochen abgeknabbert hat und hier noch ein bisschen einen Band gelöst hat.
00:29:42: Er konnte es mir auch nicht erklären!
00:29:44: Er hat das intuitiv gemacht, er hatte es brillant gemacht aber es war nicht objektivierbar.
00:29:49: Heute meine Assistenten gucken wir über die Finger und sagen Aber Chef... Da haben wir jetzt ein Gap im Streckspalt von zwei Millimeter Minus.
00:29:56: Das kann doch gar nicht funktionieren.
00:29:58: und dann muss ich meinem Assistent, das tue ich gerne, argumentieren warum mich an der Stelle so weitermachen mit einem zu engen Streckspalt oder vielleicht einer kleineren oder größeren Fimo-Komponente weil ich die Daten objektivieren kann.
00:30:10: Und damit haben wir eine supertule in der Ausbildung über die Navigation und damit wird aber auch das was ich tue transparent gläser nachvollziehbar.
00:30:18: und es ist ein unheimliches Quantum in der
00:30:22: Prof.
00:30:22: Ox, wir enden Mediziner auf so immer mit einer kleinen Episode oder einer Geschichte einem Witz weil unsere Thematik häufig sehr, sehr ernst ist und insofern wollen wir gerne so mit einer beschwingten Attitüde ganz gerne enden und ich kann mir vorstellen das in ihrem Fachbereich es auch nicht ganz humorfrei zugeht.
00:30:46: Ja, da haben Sie recht.
00:30:46: Unser Alltag ist natürlich nicht immer ganz ernst.
00:30:50: Darf auch nicht sein, wir darf die Freude und den Witzen im Team und in der Arbeit nicht vergessen.
00:30:54: Und ich sage immer heute haben wir ein großes Programm aber wir gehen mit getaner Arbeit gut duftend heute nach Hause.
00:30:59: Gut duftent?
00:31:01: Damit möchte ich sagen dass er von meinem Team vollen Einsatz erwarte und durchaus auch mal einen Tröpfchen Schweiß fließt.
00:31:06: das meine ich damit.
00:31:07: so soll es auf jeden Fall sein.
00:31:08: Vielen herzlichen Dank, Professor Ochs für diese Reise durch die neuesten Entwicklungen in Ihrem Tätigkeitsbereich.
00:31:17: Ich wünsche Ihnen einen ganz tollen zweiten Kongress-Tag hier in Baden-Baden und Rückreise nach Konstanz und bilden Sie bitte gute, gute Orthopäden aus, die uns natürlich auch gewährleisten, dass wir möglicherweise ich meinen persönlichen Sporttennis dann auch in zehn Jahren noch machen kann.
00:31:35: Ja, machen wir sehr gerne und vielen Dank für unser Gespräch!
00:31:42: Das war Medizin aufs Ohr mit Professor Björn Gunnar Ochsch, Chefarzt an der Klinik für Unfallchirurgie, Handchirurgie und Orthopädie Vincentius in Konstanz.
00:31:52: Wir können nicht nur Podcast, wir können auch Weiterbildung.
00:31:55: Wenn Sie unseren Experten nicht nur zuhörenden sondern auch von Ihnen lernen wollen laden wir sie herzlich ein sich unser umfangreiches Weiterbildungsangebot unter www.escolabacademie.de einmal genauer anzusehen.
00:32:10: Sicherlich ist hier die passende Fortbildung für Sie dabei!
00:32:13: Wir hören uns wieder bei Medizin aufs Ohr.
00:32:16: bis dahin Ihre Escolab Academy.
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